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Gastfreundschaft
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Gastfreundschaft nicht zu Toppen
Feuerwehr wieder einmal in Polen
Ein Besuch der polnischen Partnerschaftsstädte sollte es schon werden, was die Ortsfeuerwehr Adelebsen kürzlich geplant hatte. Und doch sollte der Aufenthalt etwas anders als die vorausgegangenen werden, man wollte nicht von vorgegebenem Termin zum nächsten Termin „hetzen“. Land und Leute wollte man kennen lernen und dies gelang auch. Obwohl der Wieluner Bürgermeister Mieczyslaw Majcher und die Kreistagsmitglieder Janucz Antczak und Andrzej Chowis u.a. natürlich der Adelebser Delegation wieder die Ehre gaben. Das Fazit der Reise: Die polnische Gastfreundschaft ist nicht zu Toppen. Alle, die mitgefahren sind, auch die „Erstfahrer“, sind sicherlich bei der nächsten Fahrt wieder dabei.
Eines Donnerstags morgens hieß es für die Teilnehmer der Fahrt früh aufstehen, denn bereits um 4 Uhr in der Nacht rollten die Fahrzeuge Richtung Osten. Die vielen Baustellen in Polen konnten die gute Stimmung der Fahrtteilnehmer nicht mindern und die mitgenommene Verpflegung (gute Hausmacherwurst) tat ein übriges dazu. Dann, nach zwölfstündiger Fahrt, erreichte man am späten Nachmittag Konopnica, den Ort der Übernachtungen. Eine Freizeitanlage, die vorwiegend von Vereinen genutzt wird, mit kleinen Blockhütten diente als Unterkunft.
Bereits das Abendessen eine weitere Entschädigung für die lange Fahrt. Ein Mehrgangmenü ließ bereits die polnische Gastfreundschaft erkennen. Das es aber noch ein ganz toller Abend werden sollte, daran dachte keiner. Der Saal, in dem gegessen wurde, füllte sich nach und nach. Etwa 90 Lehrerinnen und Lehrer einer Grundschule und eines Gymnasiums fanden sich zu einem gemeinsamen Essen ein. Und nach dem Essen zeigte sich, dass sowohl die Polen als auch die Adelebser, obwohl man sich nicht kannte, sofort aufeinander zugingen und es wurde ein toller gemeinsamer Abend – von Reisemüdigkeit keine Spur.
Die Müdigkeit stellte sich dann am nächsten Morgen beim Aufstehen ein. Aber nach einem guten Frühstück war man wieder putzmunter. Als erstes stand die Besichtigung des Stadtmuseums in Wielun an. Eine Filmvorführung und erklärende Worte ließen schnell die gemeinsame Geschichte des II. Weltkrieges erahnen. War doch Wielun die erste polnische Stadt, die von den Deutschen bombardiert wurde. Die Frühgeschichte der Stadt bis hin zur Neuzeit war in dem Museum sehr anschaulich dargestellt.
Eine neue Erfahrung dann beim Mittagessen: Man bekam ein polnisches Nationalgericht kredenzt, eine Pansensuppe. Na ja, so richtig „reinhauen“ mochte am Anfang keiner, aber im Verlauf des Essen kam man doch zu dem Urteil: Sehr gut! Den Nachmittag konnten die Fahrtteilnehmer zu einem Stadtbummel und zum Shoppen nutzen. Der polnischen Sprache nicht mächtig, mussten eben die Arme und Hände mithelfen um den erstrebten Artikel zu erwerben – klappte!.
Am Abend war die Adelebser Reisegesellschaft dann Gastgeber in Form eines Grillabends für die Mitglieder der Feuerwehren aus Wielun, Ostrowek und Biata und für Bekannte aus Politik und „dem Volk“. Gerichte aus der Region wurden angeboten und der Wodka durfte nicht fehlen. Ein toller Abend! Aber es war auch ein besonderer Abend aus Sicht der Adelebser Gemeindefeuerwehr: Finanziert wurde der Grillabend von allen sieben Adelebser Ortsfeuerwehren – sicherlich Nachahmenswert!
Am Vormittag des dritten Tages besuchte man Czestochowa (Tschenstochau), den meistbesuchten Wallfahrtsort in Polen mit der weltberühmten schwarzen Madonna. Man wurde Zeuge einer Wallfahrt und war beeindruckt von der Frömmigkeit der Polen. Aber auch der Stolz der Polen wurde deutlich, denn auf dem Wallfahrtsgelände traf man einen alten Bekannten auf einem Denkmalssockel: Papst Johannes Paul II, der Papst aus Polen, der mehrmals Tschenstochau besuchte.
Der Nachmittag stand im Zeichen der Besuche der Freiwilligen Feuerwehren in Wielun und Biata. Es ist müßig zu erwähnen, dass man in beiden Wehren mit Essen und Trinken verwöhnt wurde, die polnische Gastfreundschaft ist eben nicht zu Toppen. Festzustellen gilt, dass Struktur und Technik der Feuerwehren in Polen und in Deutschland zu vergleichen sind. Ortsbrandmeister Martin Freerk: „Vielleicht verstehen wir uns deshalb so gut, obwohl sprachlich eben doch kleine Hürden vorhanden sind.“
Ja, und dann war die Zeit auch schon um und man musste wieder auf die Heimreise gehen. Nicht jedoch ohne sich vor der Abfahrt mit polnischen Würsten für die Heimfahrt einzudecken und manch Reiseteilnehmer erstand kurz vor der Grenze noch schnell einen Gartenzwerg als Andenken. Alle Teilnehmer waren begeistert von der Fahrt und die Partnerstädte Wielun, Ostrowek und Biata sowie Polen haben neue Fans bekommen. Martin Freerk: Ein Riesendankeschön gebührt Kamilla Drobnika, die unermüdlich als Dolmetscherin fungierte,

Museum in Wielun

Führung im Museum

So lebte man früher

Grundmauern der bombardierten Kirche im Zentrum

Rathaus in Wielun mit dem Turm der alten Stadtmauer

Stadtzentrum mit Kirche

Kreisverwaltung

Erholungspause

Stimmung bei der Grillparty – Rundtanz

Tschenstochau

Teilnehmer einer Wallfahrt

Papst Johannes Paul II

Besichtigung der Freiwilligen Feuerwehr Wielun

Gemütliche Runde in Biata
(Fotos Walter Freerk)
| Samstag, 19.05.12 - 10:00 Vorbereitung Pfingstfest |
| Montag, 21.05.12 - 18:00 Vorbereitung Pfingstfest |
| Montag, 21.05.12 - 19:30 Dienstabend |
| Dienstag, 22.05.12 - 18:00 Vorbereitung Pfingstfest |


