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Jahreshauptversammlung 2005
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Kein Abschied für immer
Ortsfeuerwehr Adelebsen zieht Bilanz
Als Bürgermeister nahm Horst Pischek letztmalig an der Generalversammlung der Ortsfeuerwehr Teil, denn mit der Wahl am 22. Januar eines hauptamtlichen Bürgermeisters/einer Bürgermeisterin endet seine Amtszeit. „Dies ist kein Abschied für immer, denn unter Freunden trifft man sich auch weiter“, so Horst Pischek. Sein Einsatz für die Feuerwehren hat zu Freundschaften geführt, was im weiteren Verlauf der Versammlung deutlich zum Ausdruck kam.
Horst Pischek sprach den Mitgliedern der Wehr Dank und Anerkennung von Rat und Verwaltung für den selbstlosen Einsatz aus. Das Wissen der Menschen in Adelebsen, dass die Feuerwehren ihr Handwerk verstehen, wirkt beruhigend. Pischek erinnerte an die vergangenen 40 Jahre, die er die Feuerwehren begleiten durfte, und an die Gemeindebrandmeister Erich Anhelm und Heinz Wille, die für vorbildlichen Einsatz der Feuerwehren Garant waren. Vorbildlich sei aber auch die Arbeit des amtierenden Brandschutzabschnittsleiters Fredie Gerke, des Gemeindekommandos mit Volker Keilholz an der Spitze und aller Feuerwehrmitglieder in Adelebsen.
Pischek ging auf die Partnerschaft mit den polnischen Städten Wielun und Ostrowek ein. In Polen nehmen die Feuerwehrmitglieder einen besonderen Stellenwert ein. Aber auch Umfragen in Deutschland haben ergeben, dass die Arbeit der Blauröcke von den meisten Menschen an erster Stelle gewürdigt wurde. Bei der Belebung der Partnerschaft habe er sich stets auf die Freunde in den Feuerwehren verlassen können, was auch zu einer tiefen Verbundenheit geführt habe. Die Partnerschaft wurde bisher zum größten Teil von den Feuerwehren getragen und der Bürgermeister äußerte die Bitte, dass dies auch in Zukunft so bleiben möge. Man habe zusammen bewegende Stunden in Polen verlebt. Pischek überbrachte Grüße des Wieluner Bürgermeisters, der sich besonders bedankt habe, dass polnische Jugendliche als Gäste in den Zeltlagern teilnehmen durfte. Es waren stets tolle Zeltlager, wobei jedes durch eine Besonderheit geprägt wurde. Ortsbrandmeister Martin Freerk ergänzte die Ausführungen mit dem Hinweis, dass Adelebser Jugendliche zu einem Besuch in Polen eingeladen sind.
Abschließend teilte der Bürgermeister mit, dass der Rat des Fleckens Adelebsen den Etat für 2006 beschlossen habe und dass damit die Feuerwehr ihre Arbeit fortsetzen kann. Sein Wunsch für die Mitglieder der Wehr und die Familienangehörigen: Eine besinnlich Adventszeit, ein gesegnetes Weihnachtsfest, ein erfolgreiches Jahr 2006 und die Annahme der Einladung zum Neujahrsempfang der Gemeinde am 7. Januar.
Brandschutzabschnittsleiter Fredie Gerke berichtete über ein äußerst arbeitsreiches Jahr mit Großbränden und Einsätzen bei Verkehrsunfällen - von spektakulären Einsätzen bleib man aber verschont. Ein neuer Einsatzleitrechner wurde angeschafft und die Leitstelle umgebaut. Ausgearbeitet werden zur Zeit die Anweisungen bei Einsätzen bei Chemieunfällen. Zu Wünschen bleibe, dass die Ausbildung mit der Bahn besser werde. Ein Fahrsicherheitstraining wurde durchgeführt und von den Teilnehmern als positiv bewertet. Umgesetzt wird die Ausbildung zum Truppmann. Rund 400 Einsätze wurden im Abschnitt West gemeldet, die Zahl der blinden und böswilligen Alarme nehme zu. Dem Abschnitt West gehören zur Zeit etwa 1350 Aktive und 500 Jugendfeuerwehrmitglieder an.
Ersatzbeschaffungen haben auch im Landkreis stattgefunden. Lehrgangsplätze wurden angeboten und die Adelebser Wehren haben sich wie immer vorbildlich beteiligt. Bei der Übung der Kreisfeuerwehrbereitschaft habe sich gezeigt, dass noch einiges aufzuarbeiten sei – die Ausnahme bilden einmal mehr die Mitglieder der Adelebser Wehren, so Gerke. Als neue Herausforderung bezeichnete der Brandschutzabschnittsleiter die Einführung des Digitalfunks und die Neugliederung der Leitstelle.
Die Jugendfeuerwehren des Landkreises haben die Bezirkswettkämpfe ausgerichtet – an der Organisation gab es nichts zu kritisieren. Dies treffe allerdings nicht auf die Ausstellung „40 Jahre Kreisjugendfeuerwehr“ zu, denn bei dieser Veranstaltung war die Beteiligung nicht gut.
Gerkes Dank galt allen Feuerwehrmitgliedern für die geleistete Arbeit im Jahr 2005 und den Familien, die oft Tage oder Abende allein verbringen mussten. Dank aber auch an Rat und Verwaltung des Fleckens Adelebsen für die gute Zusammenarbeit und den Arbeitgebern, die Verständnis für die Teilnahme der Arbeitnehmer bei Einsätzen stets aufbringen. Zutreffend das Motto der Feuerwehren im Jahr 2005: „Feuerwehr – Freunde in der Not“.
Gemeindebrandmeister Volker Keilholz berichtete über insgesamt 93 Alarmierungen der Adelebser Wehren, die sich wie folgt aufteilen: Acht Kleinbrände, 14 Mittelbrände, 14 Hilfeleistungen (Straße reinigen, Bäume, Hochwasser, Tierkadaver beseitigen), 24 Hilfeleistungen Öl, elf Hilfeleistungen bei Verkehrsunfällen, vier Brandmeldeanlagen, acht Brandsicherheitswachen, vier blinde Alarme und sechs böswillige Alarme (2004 = 123 Alarmierungen, darunter Großeinsätze und Trinkwasserversorgung). Die Alarmierungen teilen sich auf: Adelebsen 43, Barterode 26, Eberhausen sieben, Erbsen eine, Güntersen sechs, Lödingsen sieben und Wibbecke drei. Insgesamt wurden 2536 Stunden bei Einsätzen verbracht.
Im Jahr 2005 wurden drei Rolltore für die OF Barterode (14 000 €) angeschafft. Die Adelebser Stützpunktwehr erhält eine Schaufeltrage, eine Schleifkorbtrage und einen Nasssauger. Im kommenden Jahr ist die Beschaffung eines Rolltores, die Verbesserung der Einfahrt und der Heizung in Eberhausen, eine Absauganlage für Barterode, eine Garage für Lödingsen und Barterode und die Instandsetzung der Einfahrt in Güntersen vorgesehen. Ein Teil der Kosten wird von den Feuerwehren vorfinanziert.
Der Gemeindefeuerwehr, so Keilholz, gehören zur Zeit 1044 Mitglieder an, die wie folgt aufgeteilt werden: 250 Aktive (23 weibl.), 98 Jugendfeuerwehr (25 weibl.), 70 sonstige Mitglieder (Kapelle), 180 Altersabteilung, 437 fördernde Mitglieder und 9 Ehrenmitglieder. Die Zahl der gesamten Aktiven sank um 43 auf nunmehr 418.
Veränderungen werden angestrebt im Bereich Technische Einsatzleitung, Gefahrgut, Zusammenarbeit mit der Bahn und Stabsarbeit.
Volker Keilholz ging auch auf die Partnerschaft mit den polnischen Gemeinden ein und bezeichnete Bürgermeister Horst Pischek als denjenigen, der diese mit Leben erfüllt hat. Die Feuerwehren haben ihn dabei unterstützt und somit ein Stück Dankbarkeit für die Unterstützung der Wehren zurück gegeben. Keilholz: Man könne Horst Pischek nicht genug danken für die ständige Begleitung der Feuerwehren!
Der Dank des Gemeindebrandmeisters galt den Mitgliedern von Rat und Verwaltung, allen Helfern, allen Sponsoren und den Arbeitgebern für die Unterstützung und Zusammenarbeit. Keilholz: „Die Kameradschaft in den Feuerwehren ist vorbildlich, die Zusammenarbeit im Gemeindekommando ist prima. An den Einsatzstellen zeigt sich, dass das Vertrauen unter den Führungskräften und Ortsfeuerwehren mehr als gut ist. Wir leisten Hilfe für alles und jeden rund um die Uhr. Wir, ich als Gemeindebrandmeister und mein Stellvertreter Karl-Heinz Wille, freuen uns einer Gemeindefeuerwehr vorzustehen, bei der der Grundsatz der Feuerwehr noch zählt: „Einer für alle, alle für einen“.
Ortsbrandmeister Martin Freerk schlüsselte die 43 Alarmierungen wie folgt auf: Acht technische Hilfeleistungen, elf technische Hilfeleistungen Öl, sechs Hilfeleistungen Verkehrsunfall, zwölf Kleinbrände, ein Mittelbrand, drei Brandmeldeanlagen und zwei Brandsicherheitswachen. Insgesamt erbrachten die „Blauröcke“ 952 Einsatzstunden (2004= 47 Einsätze mit 2511 Stunden). Bei Verkehrsunfällen wurde das ganze Können der Einsatzkräfte verlangt. Zu den kuriosen Einsätzen zählten das Einfangen eines jungen Turmfalken und das Löschen eines Kleiderständers.
Im 14tägigen Rhythmus fanden Ausbildungen statt, wobei der Umgang mit Motorsägen und ein Fahrsicherheitstraining neu angeboten wurden. An den Ausbildungen der Kreisbereitschaft und an der Kreisbereitschaftsübung in Northeim wurde teilgenommen. Die Pfingstübung, die wiederum kommentiert wurde, fand Anerkennung bei den zahlreichen Zuschauern. Auch die Übung der Jugendfeuerwehr wurde mit starkem Interesse verfolgt. Der Tag der offenen Tür war ein toller Erfolg – das VGH-Brandschutzmobil war eine Bereicherung.
Zahlreiche Feste wurden besucht und an vielen Wettkämpfen hat die sehr aktive Wettkampfgruppe teilgenommen. Erstmals wurde an einer Olympiade des THW teilgenommen, man hatte viel Spaß und belegte den dritten Platz.
Erwähnenswert, so Freerk weiter, die Teilnahme einer Adelebser Delegation beim Kappenfest in Baabe auf Rügen. Das Osterfeuer wurde wiederum betreut was den Ortsbrandmeister zu der Feststellung veranlasste: Das Löschen von Feuern beherrschen wir, das Anzünden des Osterfeuers bereitete uns Schwierigkeiten. Gelungen auch der Familienwandertag im September. Im Oktober fand eine Fahrt nach Polen mit dem Besuch der Partnerstädte Wielun und Biata statt. Alle Teilnehmer waren wieder von der Herzlichkeit und Gastfreundschaft der Polen eingenommen. Man revanchierte sich für die tolle Betreuung mit einer Grillparty – alle Adelebser Wehren finanzierten diese Party mit. Guter Besuch auch bei der Seniorenfeier, die durch das Theaterspiel der Jugendfeuerwehr aufgelockert wurde. Bedauerlich, so Freerk, dass die Hamburgfahrt abgesagt werden musste.
Freerks Dank galt allen Feuerwehrmitgliedern, die an den Gerätschaften und im und rund um das Feuerwehrhaus Instandhaltungs- oder Reparaturarbeiten durchgeführt haben. Im Verlauf von 196 Diensten wurden 6740 Stunden erbracht.
Der Adelebser Feuerwehr gehören zur Zeit 235 Mitglieder an, die wie folgt aufgeteilt sind: Aktive 42 (drei Frauen), Altersabteilung 29, Jugendfeuerwehr 19 (drei Mädchen), fördernde Mitglieder 127, Ehrenmitglieder drei und Kapelle 15. Folgende Lehrgänge wurden abgeschlossen: Truppmann I Daniel Dicke, Phillip Horstmann und Patrick Wicke; Atemschutzträger Patrick Wetschera; Maschinist Sven Bronnert und Marco Siegmann; Gruppenführer I Marcus Schulze und Einführung in den Stabsdienst Holger Kelpe. Geehrt wurde Karl-Heinz Wille für 40 Jahre aktiven Dienst, befördert wurden Thomas Wille zum Oberlöschmeister, Holger Kelpe zum Hauptlöschmeister und Martin Freerk zum Oberbrandmeister. Die höchste Auszeichnung des Deutschen Feuerwehrverbandes, das Feuerwehrehrenkreuz in Gold, wurde dem Gemeindebrandmeister Volker Keilholz verliehen.
Beim Blick in die Zukunft vertrat Martin Freerk die Meinung, dass die Anforderungen an die Mitglieder der Feuerwehren immer weiter steigen werden. Die Einführung des Digitalfunks und die Neugliederung der Leitstellen werden mit Spannung erwartet.
Allen Einsatzkräften und den Familienangehörigen, den Helfern und Gönnern der Feuerwehr, Rat und Verwaltung und besonders dem Gemeindebrandmeister galt Freerks Dank für die Unterstützung im abgelaufenen Jahr. Ihnen allen wünschte er eine besinnliche Adventszeit, ein gesegnetes Weihnachtsfest und ein erfolgreiches Jahr 2006.
Der stellvertretende Ortsbrandmeister Holger Kelpe ging auf das Feuerwehrfest an den Pfingsttagen 2007 ein und rief die Mitglieder auf, den Festausschuss zu unterstützen. Die wesentlichen Verträge sind abgeschlossen. Kelpe erinnerte die Aktiven an die zu erwartende Winterglätte und forderte sie auf, die Geschwindigkeit zum Einsatzort den Witterungsverhältnissen anzupassen.
Jugendfeuerwehrwart Martin Meyer berichtete über ein erfolgreiches Jahr. Zu den Höhepunkten sei zu rechnen das Theaterspiel zum Tag der offenen Tür, die Teilnahme an den Jugendforen, die Teilnahme am Gemeindejugendfeuerwehrtag, die Mitgestaltung des Osterfeuers, Abnahme der Jugendflamme I, die Teilnahme am Rügen-Pokal, die Schauübung während der Pfingstübung, das Gemeindezeltlager in Friedland und die Pool-Party als Jahresabschluß. Angeboten wurden 50 Stunden feuerwehrtechnische Übungen und 55 Stunden allgemeine Jugendarbeit, dazu kommen noch die Lageraufenthalte. Die Mitglieder der Jugendfeuerwehr haben Sven Bronnert zum stellvertretenden Jugendfeuerwehrwart gewählt – im Verlauf der Versammlung wurde er von Martin Freerk dazu ernannt.
Sascha Fischer berichtete über den Stand der Vorbereitungen zum Feuerwehrball und lud alle Feuerwehrmitglieder zur Teilnahme ein.
Tobias Burzinski berichtete, dass sich die Feuerwehrkapelle im Umbruch befinde und von Jens Storre geleitet wird.
Auf folgende Termine wies Martin Freerk abschließend hin: Knobelabend am 17. Dezember und Weinabend in Bovenden am 22. April 2006.

Auf dem Foto v.l. Martin Meyer, Holger Kelpe, Martin Freerk, Marcus Schulze und Andy Rausch

Von links Fredie Gerke, Volker Keilholz, Horst Pischek und Karl-Heinz Wille

Martin Freerk (rechts) ernennt Sven Bronnert zum stellvertretenden Jugendfeuerwehrwart
(Fotos Zimmermann)
| Samstag, 19.05.12 - 10:00 Vorbereitung Pfingstfest |
| Montag, 21.05.12 - 18:00 Vorbereitung Pfingstfest |
| Montag, 21.05.12 - 19:30 Dienstabend |
| Dienstag, 22.05.12 - 18:00 Vorbereitung Pfingstfest |


